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Weingut Schroth Pfalz Deutschland


Weingut Schroth, Pfalz, Deutschland

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Links oder rechts? Nein – Geradezu! Michael Schroth´s Weine sind wie er selbst: Direkt. Auf den Punkt. So klar auch seine Motivation, das Terroir pur und ohne Wenn und Aber in die Weine zu bringen. So ist es kein Wunder, dass Michael Schroth´s Weinberge in kürzester Zeit mit viel Ehrgeiz auf mehr als 30 Hektar gewachsen sind. Hier hat Michael Schroth sein Weingut Stein auf Stein selbst errichtet. Hier arbeitet er rund um die Uhr im Weinberg. Hier formt er den Wein bis zur seiner Vollendung im Keller. Voller Einsatz eben. Was außerordentlich scheint ist für den Vollblutwinzer eben ganz normal. Und so wird das Besondere des Weingutes eigentlich ganz einfach: Michael Schroth ist nur mit dem Besten zufrieden. Hand drauf! 


Die Weine

Asselsheimer Goldberg, Reserve, Riesling, 2015

Schöne Textur und forderndes Säurespiel. Exotik kickt und die typische Steinfrucht in Verbindung mit leichtem Anklang von Gräsern und Mineralien tut gut. Toller Speisebegleiter, aber auch auch Stand alone Wein wunderbar.

Handschlag, Cuvée weiss, 2016

Cuvée óle! Zitrischen Noten und Pfirsich. Nasser Stein und ein schmelzige Struktur geben dem Wein seinen Charakter. Die Säure animiert, bleibt aber in der Komfortzone. High Five für diese Cuvée aus Chardonnay, Riesling und Kerner. 

Kindenheim, Weissburgunder, 2016

Dieser Weissburgunder bleibt in seiner Linie burgundisch vornehm, wirkt aber durch seine lebendige Säure rebellischer. Pfirsichnoten und Grapefruit sind im Aroma dominant und geben mit der Säure am Gaumen Druck. Allrounder Wein. 

Handgemacht, Cuvée rot, 2013

Wow, es geht ab. Eleganz und Charakter. Feine würzige Prägung, geschmeidige Textur und weiche Tannine. Die balsamische Note und die sehr gut integrierte Säure passen perfekt auf die Eleganz als Gegenspieler. Wir garantieren den „ich will noch ein Flasche“ Effekt. Top. 


Das Interview

Begeisterung Wein. Sie sind mittendrin. Was ist ihr Weg?

Mein Weg ist immer nur eine Richtung, die höchste Qualität des Weines zu bewahren. Am Ende zählt, dass mein Wein bewegt. Das schönste Feedback am Ende ist immer ein Lächeln auf dem Gesicht des Verkosters.

Auf den Etiketten wird prägnant eine offen Hand gezeigt. Wofür steht diese Symbolik und welche Handschrift tragen Ihre Weine?

Die Hand auf dem Etikett symbolisiert, dass ich unser Weingut vom Nichts bis ins Heute durch meine Schaffenskraft und eben mit meinen eigenen Händen und mit viel Ehrgeiz aufgebaut habe. Dies zeichnet sich auch in der Handschrift der Weine aus, alles zu tun, um das Maximum in der Qualität zu erreichen. Dafür geben wir alles.

Offen steht auch für Willkommen. Wem würde sie denn gerne einmal eine offene Hand anbieten? 

Eine offene Hand biete ich jedem, der Sie mir bietet. Wir sind offen für ein Universum an Persönlichkeiten. Egal ob jemand eine Flasche oder hundert kauft. Jeder wird bei uns gleich behandelt.

Die Lagen rund um Asselheim sind geprägt von kalkreichen Lehmböden. Wie charakterisiert das Terroir die Weine und welche Rebsorten performen besonders gut?

Unsere Lagen sind einzigartig, geprägt von sehr viel Kalk. Und so eben auch unsere Weine. Sie sind fruchtbetont, bleiben lange im Mund, geprägt von Fülle und Extrakt und nicht in Form von Alkohol.

Unsere Toplagen sind der Asselheimer Goldberg und Asselheimer St. Stephan. Hier findet man optimale Bedingungen für den Wein, den wir machen wollen. 

Wir besitzen auch seit 2016 eine Fläche im Kallstadter Saumagen und Kallstadter Steinacker, die mit Riesling bestückt ist. Auf dieses Ergebnis freuen wir uns auch sehr.

Von 2 auf 20 Hektar Wein. Eine Symbolik für Ihre Schaffenskraft und Zielstrebigkeit. Gibt es noch neue Ziele?

Eigentlich von 2 auf 35 Hektar. Ja richtig, ein Ergebnis von extremer Schaffenskraft und Zielstrebigkeit.

Aber Ausruhen gibt es nicht. Es gibt immer ständig neue Ziele. Ich kann mich nicht auf etwas ausruhen, nach dem Motto „Stillstand ist Rückstand“.

Neben den etablierten Rebsorten gibt es bei Ihnen auch Dornfelder im Portfolio – eine oft ins Abseits gebrachte Rebsorte. Was kann diese Rebsorte tatsächlich und wie kann man diese Rebsorte wieder ins Gespräch bringen?

Dornfelder ist eine Sorte, die ich unendlich liebe. Asselheim bietet der Rebsorte perfekte Bedingungen, er steht auf reinem Kalk und wir ernten mit geringen Erträgen. Diese Kombination macht es möglich, dass der Dornfelder ein richtig guter Wein ist.

Das zeigt auch der zweite Platz beim Deutschen Rotweinpreis und mit Selbstbewusstsein kann man hier sagen, dass er damit zu den den Top Dornfeldern in Deutschland gehört. Und jetzt noch die Listung unseres Dornfelders trocken in allen Hotels eines großen und renommierten Hotelanbieters.

Kurz gesagt, bei uns ist diese Sorte kein Massenwein, sondern stellt sich gleich mit allen anderen.

Sie sind auch Mitglied im Barrique Forum Pfalz? Wofür steht diese Vereinigung von Winzern und was bewegt die Gruppierung?

Barrique Forum ist eine Vereinigung von Top Rotwein Erzeugern die sich dem Ausbau von großen Rotweine verschrieben hat und wir sind froh dazu zu gehören.

Bewegung gibt es auch in der neuen Vinothek, zum Beispiel Vinolectro und …?

Schon während des Baus der Vinothek war uns klar, dass wir die Vinothek nicht kommerziell nutzen wollen, sondern für vier Monate im Jahr diese zum Ausschank öffnen. Damit wollen wir unseren Kunden die Möglichkeit bieten, das Weingut zu erleben. Gibt es etwas schöneres als auf der Sommertrasse unsere Wein zu probieren, ganz ohne Stress, 100 Prozent wohlfühlen?

Vinolectro haben wir auch schon gemacht nur in anderer Form, d.h. wir hatten kurz vor der Sommerpause DJ Klangkaot an einem Samstag da und haben mit lässigen Housebeats gefeiert.

Gibt es es bei Ihren Rotwein eine Chance für andere Ausbauarten und Stilistik wie z.B. Betonei?

Bei den roten Orts- und Lagenweinen wird immer nur im Holz ausgebaut. Ich denke, nur im Holz reift der Rotwein zur Perfektion hin. Rotweine brauchen Zeit, für uns ein wichtiges Motto.

Eine andere Alternative kommt für mich nicht in Frage, da der Ausbau im Holz und der daraus entstandene Stil für meinen Betrieb das beste Ergebnis darstellt.

Was kann die Pfalz insgesamt als Weinanbaugebiet zukünftig?

Für mich hat die Pfalz in den letzten Jahren einen riesigen Sprung nach vorne gemacht – auch auf internationaler Ebene.Dies ist insbesondere auf die neue Winzergeneration zurück zu führen.Sie haben einfach Lust, mit viel Arbeitseinsatz „geile“ Weine zu produzieren.