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Le Printemps des Champagnes Reims Frankreich


Le Printemps des Champagnes 2017, Reims, Frankreich

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Ein Luxusgut definiert sich über zwei Attribute: Teuer und knapp. So auch Champagner. Preisniveau und Knappheit obliegen der Tatsache, dass Champagner eben nur aus der Champagne kommt. Und er kommt zu Dir.

Grosse Champagnerhäuser findet man naturgemäß häufiger, können sie auf ein grosses Distributionsnetzwerk zurückgreifen. Aber Champagner ist eben gerade in seiner Knappheit sexy. Eine große Chance für den Winzerchampagner. Er will begeistern. Er ist gut!

Auf unserer Reise in die Champagne zur Le Printemps des Champagnes zeigen wir auf, welche Weine Begeisterung schaffen und wie man die Begeisterung bewahren will.


Begeisterung schaffen – Der Trend 

Und wie begeistert man die Welt? Momentan ist es eine große Auffächerung der Vielfalt zu beobachten.  Auf einer Seite ist es der Champagne ohne Dosage (Brut Nature, Extra Brut). Auf der anderen Seite süßere Qualitäten (Extra Dry, Demi Sec). Terroir-geprägte Weine einerseits und andererseits komplexe Multivintage-Champagner.

Tasting Highlights

Zur Le Printemps des Champagnes haben wir uns durch Vertikalen, Horizontalen, von Blanc de Blanc bis Vintage, von Brut bis Demi Sec, von gereift bis aktuell getrunken. Hier unsere Highlights:

Besonders große Champagner Jahre 1979 – 1982

Begeisterung bewahren – Comité Champagne

Und wie kann man Begeisterung wahren? Neben der Schaffung von großer Qualität der Weine durch die Winzer und Häuser selbst, ist es das Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne (CIVC), welches sich um die Marktregulierung, die technischen Entwicklung zusammen mit der Förderung des Wissens über die Ursprungsbezeichnung sorgt.

Hier arbeitet man im Interessenverbund daran, dass auch in Zukunft Champagner ein hohes Qualitätsniveau behält und sich zukünftig im Markt auch weiterhin einzigartig positionieren kann. Dazu ein interessantes Praxisbeispiel, welches zeigt, dass der Schutz der Markenbezeichnung Champagner ein essentieller Teil der Arbeit für die Marke selbst ist. Champagner darf eben nur aus der Champagne kommen.

Champagner gegen Yves Saint Laurent

Philipe Wibrotte (Public Relations CIVC) schildert uns bei unserem Treffen einen der kniffligsten Fälle: Das Parfum von Yves Saint Laurent „Champagne“ aus dem Jahr 1993. Das Produkt stammt aus der LVMH-Gruppe, die selbst bedeutende Marken in der Champagne besitzt.

Das Produkt verwendete jedoch eindeutig, neben der Ursprungsbezeichnung als Produktnamen, auch Gestaltungselemente des Champagne, wie z.B. der Korken oder die Agraffe. Für den CIVC war der Tatbestand der Rufausbeutung klar gegeben. Deshalb wurde zu Gunsten des Schutzes der Ursprungsbezeichnung entschieden. Das Produkt heißt heute Yvresse.

Nachhaltigkeit

Neben der Aufgabe hinsichtlich des Schutzes der Bezeichnung ist ebenfalls die technische Entwicklung insbesondere des nachhaltigen Weinbaus Hauptaufgabe des CIVC. Dazu gehört eine intensive Schulung und Information der Winzer bzw. Traubenlieferanten.

Des Weiteren werden Förderprogramme für nachhaltige Innovationen im Ausbau der Weine und in der Vermarktung/Logistik (z.B. leichtere Flaschen, weniger Verpackung), CO2-Reduzierungsprogramm angeboten.

Ziel ist, bis 2025 alle Erzeuger im Rahmen Champagne-spezifisches Zertifizierungsprogramms „Nachhaltige Weinerzeugung“ zertifiziert zu haben. Mit 120 Qualifizierungskriterien soll in wenigen Jahren die gesamte Trauben- und Champagner-Erzeugung erfasst werden. Mehr Nachhaltigkeit bei gleich hohen Qualitätsstandards.

Begeisterung Winzerchampagner?

In 2016 stehen 154 (+8) Champagner Häuser 335  (+21) Winzerchampanger gegenüber. Wer den Blick eher auf ein Markenerlebnis richtet und beim Attribut “teuer” keine Kopfscherzen bekommt, der wird mit einem etablierten Champagnerhaus immer die Qualität bekommen, die man erwartet.

Wer Knappheit liebt, jedoch abseits der bekannten Namen trinken möchte, sollte dem Winzerchampagner einmal den Vorzug geben. Es lohnt.

Egal für welches gute Produkt man sich entscheidet. Champagner bleibt Gold für die positive Lebenseinstellung. So sieht es auch Christian Josephi, Leiter des Bureau du Champagne in Deutschland. Für ihn ist Champagner Subjekt und Objekt zugleich: „Optimismus, Lebensfreude, Genuss und das Glück außergewöhnlicher Momente. Und man findet im Wein selbst Vielfalt, Komplexität und Tiefe gepaart mit Eleganz und einer beeindruckenden Kompatibilität zu Speisen.“

Wer hier unberührt bleibt, ist schwer zu begeistern.